Anatomische Anekdoten by Helmut Wicht PDF

By Helmut Wicht

ISBN-10: 3798518971

ISBN-13: 9783798518971

Durch diesen Band weht ‚der Geist’ der Anatomie: ein mitunter widerborstiger Geist, altmodisch bebrillt. Ein Geist, der sich teilweise in respektlosem Ton seinen Gegenst?nden n?hert. Der Band ist kein Anatomielehrbuch, vielmehr wirft der Autor manchen schr?gen Blick auf allerlei Anatomisches und macht daraus geistreiche und unterhaltsame Geschichten ?ber Skurriles aus der Anatomie. Ein besonderes Geschenk f?r Mediziner, Naturwissenschaftler und alle medizinisch interessierten Laien.

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Es gibt drei Problembereiche, mit denen sich jede Wissenschaft auseinanders- zen und Antworten auf damit zusammenhangende Fragen geben muss. Erstens muss sie ihren Gegenstand klar definieren. Zweitens muss die Praxis der W- senschaftlerlnnen auf nachvollziehbaren und begriindeten Verfahren beruhen. Drittens miissen die Ergebnisse aus der Praxis der Wissenschaft, unabhangig davon, ob sie Entdeckungen oder Erklarungen sind, informativ sein und bislang unbekannte Aspekte der Welt zum Thema machen.

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Schlagen wir’s im Wörterbuch nach: „sinus“ – die Brüste, der Busen, der Meeresbusen, die Bucht; „durus“ – hart, streng, starr; „mater“ – die Mutter. Erwarten Sie nun eine ödipale, sadomasochistische Abhandlung, sollten Sie an dieser Stelle nicht weiter lesen. Die Sinus durae matris sind nämlich ein Teil der Hirnanatomie, nun, nicht des Gehirns selbst, sondern der Hirnhäute (Meningen), die es umgeben. Das Hirn kommt nämlich nicht nackend daher, nein, es ist allseits züchtig in Hüllen, gar Kleider gewandet.

Wenn das, was erkannt werden und jenes, was erkennen kann, beide ort-, zeitund formlos wären? Wie, wenn diese beiden, als Möglichkeiten des Erkanntwerdens und des Erkennens sozusagen, schon eh und je am Urgrund allen Seins lägen? Wenn Objekt und Subjekt sich gegenseitig im Akt der Erkenntnis erst formten, dem Objekt Gestalt, Ort und Zeit zuweisend, dem Subjekt aber den Eindruck eines dies alles wahrnehmenden „Ich“? Wie, wenn also mit anderen Worten die Welt nicht eine Ansammlung von Objekten wäre, die irgendwann auch ein erkennendes Subjekt hervorbrachte, sondern wenn sie ein System von Beziehungen zwischen sich bedingenden Erkennendem und Erkanntem wäre, weshalb man keines von beidem herausnehmen, nicht das eine in das andere setzen, nicht eines aus dem anderen hervorgehen lassen kann, ohne der Welt den Boden unter den Füßen wegzuziehen?

Das Seepferd ruht übrigens tatsächlich: Es liegt auf einen Kissen aus Nervenzellen, das man als „Subiculum“ bezeichnet, was nichts anderes als „Unterlage“, in diesem Falle also „Matratze“ bedeutet. Es ruhe sanft. Aber gleich unter der Matratze lauert der Leopard, und jener verhindert das entspannte Ausruhen. Was man rechts und unterhalb vom Subiculum, hier im Querschnitt, sieht, ist dasselbe, was vorab in einer Aufsicht gezeigt wurde. Die großen Gruppen von Nervenzellen (mit einem Stern markiert) hängen nämlich, wie die Wolkenfelder eines halb bedeckten Himmels, untereinander zusammen, wodurch in der Aufsicht die Anmutung eines Fellmusters entsteht.

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Anatomische Anekdoten by Helmut Wicht


by Edward
4.3

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